Am Samstag, 29. August, empfing die erste Mannschaft des FC Eschlikon den Gemeindenachbarn aus Wängi. Das umkämpfte Derby endete 1:1.
Nach der 2:7-Niederlage gegen den FC Steckborn war Eschlikon bestrebt, am dritten Spieltag zu Hause wieder Punkte einzufahren. Im zweiten Heimspiel der Saison wollte der FCE zudem sein gutes Omen bewahren: Seit der Rückrunde ist das Fanionteam im Ligabetrieb auf Herdern ungeschlagen.
Mit dem FC Wängi wartete allerdings kein leichter Gegner: Nach zwei Siegen aus zwei Spielen reisten die Gäste als Tabellenführer an.
Goalie-Aussetzer als Höhepunkt einer chancenarmen ersten Halbzeit
Viele Zweikämpfe prägten die Anfangsphase. Grösstenteils neutralisierten sich die beiden Mannschaften im Mittelfeld, wobei die Gäste aus Wängi mehr Ballbesitz hatten. Aus dem Ballgeschiebe entstand jedoch kaum Gefahr. Vielmehr war es das Heimteam, das nach Umschaltmomenten gefährlich wurde, im Abschluss aber ebenfalls die nötige Präzision vermissen liess.
Dennoch schien die Taktik des «Eis» aufzugehen: Nach einem weiteren langen Ball wurde Julian Sigrist in die Tiefe geschickt. Bevor der Stürmer den Ball erreichte, patzte der Wängener Torwart und klärte ausserhalb des Strafraums regelwidrig mit den Händen. Der Schiedsrichter zögerte nicht und zeigte ihm die Rote Karte. Der anschliessende Freistoss brachte jedoch keine Gefahr.
Eschlikon schlägt kein Kapital aus der Überzahl
Mit der numerischen Überlegenheit drehte sich der Wind in der zweiten Halbzeit: Der FC Eschlikon genoss mehr Freiheiten und riss das Spiel an sich. Trotz des vermehrten Ballbesitzes verpassten es die Eschliker aber mehrfach, gute Aktionen mit der letzten Konsequenz zu Ende zu spielen.
Und so ist es nun einmal im Fussball: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Entgegen dem Spielverlauf waren es die Gäste aus Wängi, die rund 20 Minuten vor Schluss nach einem Abpraller infolge eines Standards in Führung gingen.
Der Gegentreffer weckte das Heimteam. Um die drohende Niederlage abzuwenden, legten die Eschliker einen Zacken zu – mit Erfolg: Rund fünf Minuten vor Schluss preschte Kapitän Alessandro Weibel nach vorne und zog aus etwa 25 Metern ab. Sein Schuss düpierte den Wängener Ersatztorwart und schlug in der oberen linken Ecke ein.
Mit dem Ausgleich gaben sich die Eschliker nicht zufrieden. Kurz darauf sorgte ein weiterer langer Ball von Marco Millhäusler für höchste Gefahr: Seine Hereingabe setzte im Sechzehner gefährlich auf und sprang ohne gegnerische Einwirkung an den Pfosten. So verpasste der FCE in der letzten Minute nur um Haaresbreite den Sieg.
Feinste Chnobli
Oh Captain, my Captain: Alessandro Weibel erwischte gegen Wängi einen Prachtstag. Als Innenverteidiger liess er hinten nichts anbrennen. Besonders in der zweiten Halbzeit setzte er dann mit seinem präzisen Passspiel wichtige Akzente in der Offensive. In der Schlussphase rückte der Captain dann endgültig in den Mittelpunkt: Mit seinem sehenswerten Weitschusstor bescherte er dem Fanionteam den wichtigen Ausgleich und damit einen weiteren Punkt.
Tabellenplatz fünf nach drei Spielen
Trotz grosser Bemühungen in den Schlussminuten verpasste es der FC Eschlikon, das Derby gegen den Gemeindenachbarn zu gewinnen. Mit dem Punkt steht das Fanionteam dennoch auf dem fünften Tabellenplatz. Nach drei Spielen hat der FCE bereits gleich viele Punkte gesammelt wie in der gesamten letzten Hinrunde. Auch die Gäste stehen gut da: Mit sieben Punkten aus drei Spielen belegt der FC Wängi den zweiten Platz.
Die nächste Gelegenheit, weitere Punkte zu sammeln, bietet sich dem FC Eschlikon bereits am kommenden Wochenende auswärts in Weinfelden. Der Tabellensiebte verlor zuletzt mit 2:3 gegen den FC Wängi.
Meisterschaft: FC Eschlikon – FC Wängi 1:1
Tore: 0:1 FC Wängi, 1:1 Alessandro Weibel
Aufstellung: Pascal Millhäusler, Daniel Fuchs, Alessandro Weibel, Andreas Baumberger, Marco Millhäusler, Kimo Ramsperger, Bode Obwegeser, Moritz Bosshart, Pascal Baumann, Fausto Falgetano, Julian Sigrist
Ersatz: Fabio Schönenberger, Nicolas Peter, Simon Künzler, Ramon Müller
