Am Pfingstmontag um 11:00 Uhr empfing der FC Eschlikon die Frauen des FC Ems bei heissem Sommerwetter. Die Devise war klar: den Flow aus den zwei vorherigen Siegen mitnehmen – und gleichzeitig den zweiten Heimsieg auf dem neuen Fussballplatz anpeilen.
Doch der Start verlief anders als geplant.
Starker Beginn der Gäste – eiskalte Effizienz der Eschlikerinnen
Die Emserinnen erwischten den deutlich besseren Start und drückten dem Spiel in den ersten 15 Minuten ihren Stempel auf. Mit viel Tempo und aggressivem Pressing setzten sie das Heimteam unter Druck. Doch mitten in diese Druckphase hinein schlug Eschlikon zu: In der 18. Minute fasste sich Y. Rütsche aus der zweiten Reihe ein Herz und versenkte den Ball mit einem platzierten Schuss zur 1:0 Führung.
Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter zur verdienten Trinkpause – merci Schiri, die Abkühlung wurde von allen Spielerinnen dankbar angenommen. Frisch gestärkt nutzte Eschlikon den Restart perfekt: S. Schöb verwandelte eine weitere Chance eiskalt mit ihrem schwächeren linken Fuss zum 2:0. Die zuvor so starken Emserinnen wirkten nun verunsichert. In der 40. Minute folgte der nächste Nadelstich: A. Sonner schloss einen Angriff souverän zum 3:0 ab. Mit einer beeindruckenden Effizienz – fast jeder Schuss ein Treffer – ging Eschlikon in die Pause.
Feuerwehr-Start der Gäste – und ein pantherartiger Elfmeterheld
Nach dem Seitenwechsel kamen die Bündnerinnen wie die Feuerwehr aus der Kabine und setzten Eschlikon massiv unter Druck. In einem Abwehrduell kam es schliesslich zum Penalty – ein potenziell spielentscheidender Moment. Die Emser Schützin lief an, zielte präzise in die rechte untere Ecke. Doch Goalie A. Abegg ahnte die Richtung und parierte im Stil eines Panthers spektakulär. Ein mirakulöser Reflex, der dem Spiel eine neue Wendung gab.
Der verschossene Elfer nahm den Gästen sichtbar den Mut. Eschlikon kam im Gegenzug zu einer fast schon Flipperkasten ähnlichen Topchance mit Pfosten- und Lattentreffer – der Ball wollte aber nicht über die Linie. Anschlusstreffer – und ein Spiel, das in der Hitze verglühte. In der 57. Minute gelang den Frauen aus dem Churer Rheintal der verdiente Anschlusstreffer zum 3:1. Doch zu mehr reichte es auf beiden Seiten nicht mehr. Die Hitze forderte ihren Tribut, die Teams neutralisierten sich zunehmend, und klare Torchancen blieben Mangelware.
Fazit
Der FC Eschlikon holt dank unglaublicher Effizienz, grossem Kampfgeist und einem gehaltenen Penalty einen extrem wichtigen Sieg im Abstiegskampf – und feiert gleichzeitig den zweiten Heimsieg auf dem neuen Fussballplatz. Ein Dreier, der nicht nur auf dem Papier, sondern auch emotional enorm wertvoll ist.












