Spannung pur auf Herdern: Das “Eis” holt Big Points im Kellerduell

Nach dem Rückschlag gegen Wängi folgt ein Sieg: Viel Kampfgeist, Moral und ein Quäntchen Glück bescheren dem Eis wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt.

Am Mittwoch, 13. Mai, empfing der neuntplatzierte FC Eschlikon den Achtplatzierten aus Flawil. Die Devise war klar: Nach der 1:0-Niederlage letzten Samstag (9. Mai) gegen Wängi musste eine Reaktion her, um sich weiter vom Tabellenkeller in die Wohnstube der Liga zu spielen.

Denn: Mit einem Sieg könnten die Eschliker gleich den direkten Konkurrenten aus St. Gallen überholen und sich so aus der Abstiegszone herausspielen.

1. Halbzeit: Flawil bemüht, Eschlikon clever

Vor einer ansehnlichen Kulisse bescherte das Spiel den Zuschauern die erwartete Spannung: Gleich zu Beginn brachten die Flawiler viel Energie auf den Platz und wurden mehrfach gefährlich. Nach 15 Minuten schaltete dann aber auch das Heimteam einen Gang höher: Nach einer guten Passstafette gelangte der Ball auf die rechte Seite, wo Moritz Bosshart eine scharfe Flanke in den Sechzehner brachte – die Flawiler klärten den Ball nur bis zu Ermir Dalipi, der den Ball aus rund fünf Metern gekonnt verwandelte.

Mit der 1:0-Führung im Rücken wurde das Heimteam nun dominanter: Immer wieder sorgten Bälle aus dem Mittelfeld heraus für gefährliche Aktionen – Renito Müller, Pascal Schneider, Kimo Ramsperger oder Alessandro Weibel scheiterten gleich mehrfach am Flawiler Schlussmann.

2. Halbzeit: Drei Punkte dank Lucky Punch

Die zweite Halbzeit startete ausgeglichen: Viele Zweikämpfe hemmten den Spielfluss, herausgespielte Aktionen blieben Mangelware. Wenig überraschend sorgte deshalb ein Fehler für den nächsten Treffer: Nach erfolgreichem Pressing luchste ein Stürmer der Flawiler dem Eschliker Torwart den Ball ab und traf zum 1:1. 

Gegen Ende brachten Eschliker Einwechslungen nochmals Schwung in die Partie: So war es in der Nachspielzeit der frische Julian Sigrist, der sich den Ball erkämpfte und auf den frischen Alessandro Veluscek legte. Dieser lancierte den Flügelspieler Renito Müller, welcher mit Tempo in den Sechzehner dribbelte und dort von zwei Flawilern zu Fall gebracht wurde – die Entscheidung des Schiedsrichters: Elfmeter für das Heimteam, Drama pur!

Tief in der Nachspielzeit übernahm Capitano Alessandro Weibel die Verantwortung: Mit Überzeugung und ein bisschen Glück traf der Kapitän in die linke untere Ecke – und bescherte dem Heimteam wichtige drei Punkte im Kampf um den Ligaerhalt. 

Als Nächstes wartet der Tabellenführer

Mit dem Sieg überholt der FC Eschlikon die Gäste in der Tabelle und steht so mit zwölf Punkten auf dem achten Platz. Noch bleiben drei Spiele: Als Nächstes wartet dabei am Samstag, dem 23. Mai, der Tabellenführer aus Münchwilen. Die Gemeindenachbarn könnten – je nach Szenario – mit einem Sieg ihrerseits den Aufstieg sichern. 

De Feinsti Chnobli: Capitano Weibel

Am Mittwoch war Capitano Alessandro Weibel Mittelfeld-Kämpfer, Dirigent nach vorne, Zweikampf-Monster in der Innenverteidigung, Matchwinner in der Nachspielzeit und unbestritten der feinste Chnobli auf dem Platz.

In der Defensive erkämpfte sich Weibel so viele Bälle wie wohl kein anderer – in der Offensive überzeugte er mit Hackentricks, Übersicht und Abschlüssen. Notgedrungen rückte der Mittelfeldspieler dann in die Innenverteidigung, wo er das Team anführte wie ein Routinier. 

Doch vor allem: In der letzten Minute des Spiels machte er das, was einen guten Kapitän auszeichnet – er übernahm Verantwortung und schnappte sich die Kugel für den wohl wichtigsten Elfmeter der Saison. Weibel blieb eiskalt, verwandelte den Elfmeter und bescherte somit dem Heimteam die so wichtigen drei Punkte!

Meisterschaft: FC Eschlikon – FC Flawil 2:1 (1:0)
Tore: FC Eschlikon 1:0 Ermir Dalipi (Moritz Bosshart), FC Flawil 1:1, FC Eschlikon 2:1 Alessandro Weibel (P)

Aufstellung: Nicolas Peter, Noel Schmid, Yuri Klein, Daniel Fuchs, Florian Egli, Alessandro Weibel (C), Kimo Ramsperger, Renito Müller, Pascal Schneider, Ermir Dalipi, Moritz Bosshart

Ersatzspieler: Raphael Bamert, Jaris Mettler, Bode Obwegeser, Alessandro Veluscek, Ramon Müller, Julian Sigrist, Pascal Millhäusler

Abwesend: Yannick Trüb, Nicola Dietz, Axel Fürrutter, Simon Künzler, Noël Stadler

Trainer: Andreas Alder, Rehan Osmani, Fausto Falgetano