Diesen Sommer kam es zu einem Umbruch im Frauenteam des FC Eschlikon. Nachdem die Equipe den Ligaerhalt in der 3. Liga geschafft hatte, beendete Andi Qerfozi seine äusserst erfolgreiche Trainertätigkeit nach zwei Jahren. Auch dank seiner Leistung an der Seitenlinie schafften die Frauen den Aufstieg in die 3. Liga in der Saison 2023/2024. In Anbetracht des kleinen Kaders und der fehlenden Juniorinnenabteilung eine nicht zu unterschätzende Leistung. Vielen Dank an dieser Stelle.
Im Sommer 2025 starteten Hansperter «Häsä» Schlittler und Fabian Millhäusler zusammen als neues Trainerteam in die Vorbereitung der Saison 2025/2026. Mit Alexandra Mock, Ramona Fuchs, Nadja Fuchs, Julia Hämmerli und Laila Ulmer verliessen wichtige Stammspielerinnen das Team. Mit ihrem unermüdlichen und langjährigen Einsatz hinterliessen sie eine grosse Lücke im Teamgefüge. Dank gemeinsamen Einsatz des Teams und der Trainer konnten mit Severine Münger, Nadine Keller und Myriam Brühwiler erfahrene Spielerinnen ins Team geholt werden.
Nach der wie üblich kurzen Saisonvorbereitung im Sommer startete die neue Saison mit einem Cupknüller. Im ersten Spiel empfingen die Eschlikerinnen am 10. August das 2. Liga Team des FC Thusis/Cazis. Auf dem Papier eine klare Sache – die Favoritenrolle lag beim Gastteam. Die Eschlikerinnen gerieten in diesem Spiel in Rückstand, konnten jedoch noch vor der Pause den Ausgleich erzielen. Mit grossem Kampf und Einsatz konnte das Resultat bis zum Schlusspfiff gehalten werden. Wie üblich im Cup war mit dem Unentschieden das Spiel noch nicht zu Ende. Es folgte ein Elfmeterschiessen, welches leider verloren wurde. Mit einem Endresultat von 4:6 verabschiedete sich der FC Eschlikon aus dem Cup 2025/2026. Trotz der Niederlage war die Stimmung im Team zuversichtlich, konnten sie sich doch gegen einen Oberklassigen Gegner behaupten und mit erhobenen Köpfen vom Platz laufen.
Am Samstag, dem 16. August, startete die Vorrunde in der Liga mit einem Heimspiel gegen den FC Au-Rheineck. Auf Grund einer Verletzung der Stammtorhüterin Anja Abegg stand mit Jennifer Blatti eine gelernte Stürmerin im Tor. Wie bereits im Cup geriet der FCE in der 1. Halbzeit in Rückstand. Postwendend konnte dieser Rückstand durch Kim Gossweiler ausgeglichen werden. Im Stile einer Stürmerin konnte Kim einen Steilpass erlaufen und allein vor der Torhüterin einschieben. In der 79. Minute kassierte der FCE nach aufopferndem Kampf das Gegentor zum 1:2. Die Eschlikerinnen gaben nicht auf und wehrten sich gegen die Niederlage. Kurz vor dem Schlusspfiff hatte der FCE sogar noch Pech, als Myriam Brühwiler mit ihrem Abschluss an der Unterkannte des Lattenkreuzes scheiterte. Deshalb blieb es beim 1:2 Endstand und der Niederlage zum Saisonauftakt.
Für das Spiel der zweiten Runde reiste der FCE nach Rebstein ins Rheintal. In diesem Spiel stand Natscha Hässig im Tor. Nominell nicht im Kader des FCE, stellte sie sich zur Verfügung, um dem Team zu helfen. Diese Aufgabe erledigte sie souverän. Nach einem wegen Abseits aberkannten Tor durch Ladina Veraguth ging der FCE mit 0:0 in die Pause. Auch in der zweiten Halbzeit gab es keine Tore und es blieb beim 0:0 Endstand. Positiv hervorzuheben waren die Debüts der Spielerinnen Aline Gehrig (transferierte von der FF-19 des FC Münchwilens) und Elana Brändle (Spielerin der C-Junioren).
Im dritten Spiel der Saison empfing der FCE den FC Weinfelden-Bürglen. Mit Aline Gehrig stand im vierten Pflichtspiel die vierte Torhüterin im Tor. Sie gab nach Jahren in der Juniorinnenabteilung des FC Münchwilen ihr Aktivdebüt als Torhüterin. Das Spiel startete ausgesprochen schlecht für den FCE. Nach 27 Minuten stand es 0:3 für Weinfelden. In dieser ersten Halbzeit zeigten die Eschlikerinnen erstmals in dieser Saison keine gute Leistung. Vor der Pause gab Kim Gossweiler mit ihrem Tor dem Team die Hoffnung zurück. So ging es mit 1:3 in die Pause. Nach der Pause startete Eschlikon besser und kam in der 56. Minute durch das Tor von Martina Wiedmer zum 2:3 heran. Trotz mehrerer guter Torchancen erzielte der FCE keine weiteren Tore und verlor am Ende mit 2:5.
Am 7. September reiste der FCE nach Staad zum Auswärtsspiel. Wie üblich lag Eschlikon zur Pause hinten (0:2). Doch wie in den Spielen zuvor gaben sie nicht auf und wehrten sich gegen die Niederlage. Dank zwei Toren von Yara Rütsche, welche ihr erstes Saisonspiel bestritt, stand es nach 61 Minuten 2:2. Durch unermüdlichen Einsatz und geschlossener Teamleistung konnten die Eschlikerinnen das Resultat halten. Negativpunkt an diesem Tag war die Knieverletzung von Laila Ulmer. Sie kam für dieses Spiel – trotz Rücktritt – zurück ins Team und zeigte eine gute Leistung. Vielen Dank und gute Besserung an dieser Stelle an Laila.
In der fünften und sechsten Runde spielte der FCE erneut Unentschieden. Das 1:1 zuhause gegen Team Surselva und das 0:0 in Münchwilen führten zu weiteren zwei Punkten. Damit stand der FCE nach sechs Spielen mit 4 Punkten nur knapp vor Balzers und Widnau auf dem drittletzten Platz.
Das Heimspiel gegen den FC Widnau versprach ein eng umkämpftes Spiel, kämpfen doch beide Teams gegen den Abstieg am Tabellenende. Das Spiel wurde auf Wunsch des FC Widnau auf Dienstag, den 7. Oktober, verschoben. Widnau kam mit einer durch Stammkräfte aus dem 2.-Liga-Team verstärkten Equipe nach Eschlikon. Diese Spielerinnen zeigten in der ersten Halbzeit sogleich ihre Klasse. Nach 45 Minuten stand es 0:3 zur Pause. Erneut stand der FCE mit dem Rücken zur Wand. Mit kriegerischem Mut und Entschlossenheit, dieses Spiel noch zu gewinnen, kamen die Spielerinnen aus der Pause. Bereits nach zwei Minuten kam das Anschlusstor durch Kim Gossweiler. In der 56. Minute brachte dann Martina Wiedmer die Hoffnung endgültig zurück. Daran änderte auch das erneute Gegentor zum 2:4 nicht. In der 84. Minute erzielte Stefanie Schöb, mit einem herrlichen Freistoss ins weite Eck das 3:4. In der 90. Spielminute erzielte Corina Peter, nach einem Durcheinander im Anschluss eines Eckballs den vielumjubelten Ausgleich. Was war das für eine Erleichterung: Niederlage abgewehrt und es blieb noch Zeit auf der Uhr. Nach einem Foul gegen Jennifer Blatti auf der rechten Aussenbahn kamen die Eschlikerinnen zu einem letzten Freistoss. Der Ball kam perfekt von der Seite in den Sechzehner, konnte doch nicht in ein Tor umgewandelt werden. Damit endete ein spannendes Spiel mit vielen Höhepunkten mit einem 4:4 Unentschieden.
In der achten und neunten Runde gab es ein 2:2 Unentschieden in Ems und eine 1:3 Niederlage gegen Gossau. Damit stand Eschlikon nach 9 von 11 Runden mit 6 Zählern (6 Unentschieden, 3 Niederlagen) punktgleich mit Balzers auf dem zweitletzten Platz.
Am Sonntag, dem 2. November, reiste der FCE ins «Ausland» zum FC Balzers nach Liechtenstein. Abstiegskampf, punktgleich, strömender Regen… Was will das Fussballherz mehr? Auf Wunsch der Spielerinnen verwendete der Trainer zu keinem Zeitpunkt die Worte «Niederlage» oder «Unentschieden. An diesem Tag sollten diese Worte nicht existieren. An diesem verregneten Sonntag in Balzer ging es für den FC Eschlikon um den ersten Sieg im zehnten Spiel. Das Spiel startete gut für die Eschlikerinnen. In der ersten Halbzeit spielte nur der FCE. Viele Torchancen für den FCE und keine für Balzers, es stand jedoch noch immer 0:0. Daran änderte auch ein fragwürdiger Entscheid des Schiedsrichters nichts. Ein Abpraller vom Schienbein von Noelia Sammartin wurde vom Schiedsrichter als Rückpass gewertet (Der «Rückpass» war der einzige Ball, welchen Anja in diesem Spiel die Hände genommen hat, Anm. d. Red.), was einen indirekten Freistoss im Strafraum zur Folge hatte. Dieser Freistoss wurde souverän geblockt und sogleich in einen Konter umgewandelt. Mit einem schönen Steilpass auf Ilaria Mettler lief der Ball über die rechte Seite. Ilaria konnte nur in höchster Not mit einer Grätsche in die Beine gestoppt werden. Folgerichtig gab es eine gelbe Karte für die Spielerin des FC Balzers. In der zweiten Halbzeit kam der FCE nach 50 Minuten zur 1:0-Führung. Torschützin Severine Münger verwertete eine Hereingabe von Giada Venuti in die linke, obere Torecke. Völlig überraschend geriet der FCE danach in Bedrängnis. Balzers wehrte sich vehement gegen die Niederlage. Diverse Vorstösse mussten abgewehrt werden. Mit der Zeit fanden die Eschlikerinnen wieder zurück in dies Spur. Bis zum Schluss wurde um jeden Meter gekämpft. Mit dem Schlusspfiff stand dann der erste Saisonsieg des Frauenteams fest. Der enorm wichtige Sieg wurde geschafft und die Spielerinnen lagen sich in den Armen. Völlig verdient gewann der FCE das Spiel mit 1:0.

Zum Abschluss der Vorrunde stand am Donnerstag, dem 6. November, das letzte Spiel des Herbsts an. Zuhause traf der FCE auf die Tabellenführerinnen der FF Toggenburg. Es war von Beginn weg ein schwieriges Spiel gegen starke Gegnerinnen. Der dichte Nebel an diesem kalten Donnerstagabend gab dem Spiel etwas gespenstiges. Von der Trainerbank aus konnte die gegenüberliegende Seite nicht gesehen werden. Einzig Stimmen und ab und an Silhouetten konnten erkannt werden. Eschlikon war das ganze Spiel unter Druck. Toggenburg schnürte die Eschlikerinnen in der eigenen Paltzhälfte fest. Trotzdem gab es aus dem Spiel heraus keine Tore. Beide Gegentore zum 0:2-Endstand fielen nach Eckbällen. Trotz der 0:2-Niederlage durfte der FCE zufrieden sein, hielten sie doch gegen die Leaderinnen lange Zeit dagegen.
Mit dieser Niederlage beendeten die Frauen ihre Vorrunde. Nun läuft bereits die Vorbereitung für die Rückrunde. Jeden Donnerstag trainieren die Frauen in der Turnhalle Bächelacker. Im neuen Jahr werden dann Trainings auf einem Kunstrasenplatz in Weinfelden und Crossfit-Lektionen im Crossfit Fürstenland in Wil dazukommen.
Das Frauenteam möchte sich bei Julia Hämmerli, Nadja Fuchs, Natascha Hässig, Caroline Keller und Laila Ulmer bedanken, welche uns in der Not unterstützt und unser Kader wo nötig verstärkt haben. Auch bei unseren Fans möchten wir uns für die grossartige Unterstützung bedanken.
