Rückblick: Die Hinrunde der 1. Mannschaft

Es hat sich im Sommer einiges getan beim «Eis». Mit Moritz Dübi, Mike Müller, Alain Schöpfer, Rouven Kroh und Marco Künzler verliessen gleich fünf Spieler aus verschiedensten Gründen das Team. Zudem gab es auch auf der Trainerbank eine Veränderung. Nach dem Abgang von Stefan Scherrer zu den Frauen des FC Uzwil übernahmen mit Andreas Alder und Rehan Osmani zwei sehr erfahrene Trainer die Mannschaft.

Last-Minute-Drama im Cup

Zum ersten Mal an der Seitenlinie standen die beiden – abgesehen von den beiden Testspielen gegen Dussnang und Henau – bei der Cup-Partie in Niederstetten. Bei sehr heissen Temperaturen wurde die Begegnung wie fast immer in den letzten Jahren zum Abnützungskampf.

Lange gelang es allerdings beiden Teams nicht, einen Treffer zu erzielen. So stand es tief in der zweiten Halbzeit noch immer 0:0. Zum ersten Mal jubeln durfte dann das Heimteam, doch der FCE glich durch einen schönen Distanzschuss von Ermir Dalipi aus. Als sich alle bereits auf das Penaltyschiessen eingestellt hatten, gelang Niederstetten in der Nachspielzeit mit einem Treffer an der Grenze der Regularität allerdings doch noch der Sieg.

Zwei Heimspiele zum Liga-Auftakt

Umso erfolgreicher wollte das Fanionteam deshalb den Start in die Liga gestalten. Und in die erste Partie gegen den FC Tobel-Affeltrangen startete man sehr gut, doch nach und nach musste man das Zepter aus der Hand geben. Trotz einer sehr guten Leistung von Torhüter Nicolas Peter verloren die Eschlikoner deshalb mit 0:3.

Deutlich schlechter als noch zum Auftakt fand das «Eis» gegen den FC Arbon in die Partie. Doch weil Nicolas Peter erneut überragend parierte, konnte die Null gehalten werden. Im zweiten Umgang schaltete man einen Gang höher und ging durch einen Kopfball von Marco Millhäusler in Führung. Doch wie schon im Cup wurde dem FCE die Nachspielzeit zum Verhängnis: In der 91. Minute glichen die Gäste aus Arbon aus.

Bittere Niederlagenserie

Was danach folgte, war eine sehr schmerzhafte Aufeinanderfolge von Niederlagen. Zuerst kämpfte man sich auswärts in Romanshorn zweimal von einem Rückstand zurück und musste sich am Ende doch mit 3:5 geschlagen geben. Danach folgte mit einer 0:8-Niederlage gegen Pfyn der bisherige Tiefpunkt.

Auswärts in Frauenfeld zeigte das Fanionteam daraufhin eine Reaktion, verlor am Ende allerdings knapp mit 1:2. Im nächsten Spiel gegen Wängi lag man nach einem verschlafenen Start bereits nach einer Viertelstunde mit 0:3 hinten und konnte die Partie im Anschluss nicht mehr drehen. Und in Flawil gab der FCE eine 2:1-Führung zur Pause noch unglücklich aus der Hand und musste sich am Ende mit 2:4 geschlagen geben.

Befreiungsschlag in Steckborn

Doch trotz all diesen Rückschlägen meldeten sich die Eschlikoner zurück. Auswärts in Steckborn zeigte man eine sehr kämpferische und aufopferungsvolle Leistung. Schön war das Spiel über weite Strecken nicht anzusehen, doch der Einsatz stimmte voll und ganz.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit war die Partie auch nach dem Seitenwechsel vorerst von Zweikämpfen und Fouls geprägt. Und wie es in so einem Abnützungskampf sein muss, war es eine Standardsituation, welche die Entscheidung brachte. Mit einem Freistoss brachte Routinier Marco Millhäusler das Fanionteam zum Jubeln – denn diesen knappen Vorsprung brachte man in den Schlussminuten souverän über die Zeit.

Hinrundenabschluss zum Vergessen

In der letzten Partie des Jahres sollte der FCE eigentlich bereits am Samstag, dem 26. Oktober, zuhause auf den FC Münchwilen treffen. Wegen des starken Regens wurde die Partie allerdings auf den darauffolgenden Mittwoch verlegt. Dort zog das Fanionteam – gegen einen zugegeben sehr starken Gegner – einen rabenschwarzen Tag ein und verlor gegen den Tabellenführer mit 0:10.

Auf eine erfolgreiche Rückrunde

Alles in allem lief die Hinrunde definitiv nicht so, wie man sich das beim Fanionteam vorgestellt hatte. Mit einem Rückstand von vier Punkten liegt man momentan auf dem letzten Tabellenplatz. Doch: Auch das siebtplatzierte Romanshorn ist beispielsweise nur fünf Punkte entfernt.

Mit noch neun zu spielenden Partien ist für das «Eis» deshalb noch alles drin. Um in der Rückrunde alles rauszuholen, bereitet man sich mit einer intensiven Vorbereitung darauf vor. Zum Auftakt kommt es am Freitag, dem 10. April, dann gleich zu einem wichtigen Duell gegen den Tabellennachbarn FC Arbon.