«Eis»: Saisonabschluss bei Platzeinweihung

Bei atemberaubender Kulisse mit Festzelt, Gratiseis und einer Menge von Zuschauer bestritt die erste Mannschaft am 14. Juni zu Hause das erste Spiel auf dem neuen Platz. Beim zugleich letzten Spiel der Saison emfping das Fanionteam die Gäste aus Frauenfeld.

1. Halbzeit

Begleitet von Einflaufkids, beobachtet von Journalisten und mit brandneuer Anzeigetafel war das Fanionteam von Beginn an heiss: Kämpferisch trotzte man der spielerischen Klasse der Gäste. Geprägt von vielen Zweikämpfen blieb das Spiel so zu Beginn ausgeglichen, wobei Chancen Mangelware blieben.

Gefährlich wurde es erst dann, wenn es zu Umschaltsituationen kam – so auch in der 20. Minute. Nach einer Balleroberung im eigenen Sechzehner preschte der Linksverteidiger Hamid Mirzakhani nach vorne, überlief im Stile eines Gareth Bale gleich mehrere Gegenspieler und lancierte den in die Tiefe stürmenden Moritz Dübi.

Der jahrelange Angreifer des Fanionteams nahm den Ball gekonnt mit und spitzelte den Ball mit per Aussenrist gefühlvoll in die Maschen. Passend: Der Altmeister erzielt bei seinem letzten Spiel das allererste Tor für den FC Eschlikon auf dem neuen Rasen – ein Einstand und Abschluss nach Mass.

Beflügelt von dieser fast schon märchenhaften Geschichte wurde das Heimteam sicherer – zwar arbeitete man primär gegen den Ball, doch kam man vermehrt zu Chancen. Vor allem der Aktivposten Kimo Ramsperger fiel durch grandiose Bälle in die Tiefe auf: Auch nach rund 40 Minuten wurde es nach seinem Abschluss gefährlich vor dem Tor der Gäste.

2. Halbzeit

Das Spiel blieb ausgeglichen und das Fanionteam arbeitete weitgehend erfolgreich gegen den Ball. Wenn es gefährlich wurde, dann war es das Heimteam – wie etwa in der 65. Minuten, als Simon Künzler mit seinem wuchtigen Abschluss aus rund 15 Metern das 2:0 knapp verpasste.

Auch wurde währenddessen rege gewechselt: So verliess unter anderem Capitano Mike Müller die Partie. Unter «Standing-Ovations» wurde auch die zweite Clublegende an diesem Abend gefeiert: Der Applaus galt natürlich auch seiner stabilen Leistung im Mittelfeld.

In der Folge schien es, als würde der Jubiläumstag sein entsprechendes Ende nehmen – das Heimteam führte mit 1:0, die Clublegenden trafen und wurden schrittweise ausgewechselt: Doch rund 15 Minuten vor Schluss kamen die Gäste aus Frauenfeld doch noch gefährlich vors Tor – nach einer mirakulösen Doppelparade des Eschlikoner Schlussmanns Nicolas Peter ertönte ein Pfiff: «Elfmeter für die Gäste», erklärte der Schiedsrichter. Die Frauenfelder nahmen den Entscheid dankend an und glichen so zum 1:1 Zwischenstand aus. Sichtlich irritiert vom Gegentreffer verlor das Heimteam die Routine und fing sich rund fünf Minuten später das 1:2 – hervorging ein abgefälschter Schuss aus etwa 15 Metern.

Mit diesem bitteren Zwischenstand krempelte sich das Heimteam in der Schlussphase die Ärmel nochmals hoch. Und, kurz vor Schluss kam das «Eis» tatsächlich noch zur Ausgleichsgelegenheit: Nach einer Flanke in den Sechzehner legte Raphael Bamert den Ball gekonnt mit dem Kopf in die Mitte, wo Julian Sigrist doppelt am Frauenfelder Schlussmann scheiterte.

Ende einer Ära

Mit der eher unglücklichen 1:2 Niederlage geht die Saison 24 / 25 für das «Eis» auf dem achten Tabellenplatz zu Ende. Nach einem guten Schlussspurt und drei Siegen in Folge konnte man sich noch vor Tobel-Affeltrangen spielen. Ausserdem zeigte man mit den Siegen gegen Henau und Bazenheid, dass die Endtabelle wohl eher ein hartes Schlusszeugnis darstellt.

Für das «Eis» ist das Spiel gleichzeitig ein Ende einer «Ära»: Mit Moritz Dübi, Mike Müller und Alain Schöpfer verlassen grosse Charaktere und Lieblinge im Team die Mannschaft. Ersterem wünschen wir an dieser Stelle noch eine inspirierende Weltreise: Mit einem direkten Eckballtor und dem ersten Tor auf dem neuen Rasen hat er sich seine Auszeit redlich verdient.

Auch auf der Trainerbank wird rotiert: Für Trainer Stefan Scherrer war es das letzte Spiel als Chef der ersten Mannschaft. Von Seiten der Mannschaft wurde Stefan insbesondere für seine Nahbarkeit und soziale Art geschätzt: Immer nach den Trainings am Donnerstag nahm sich der Cheftrainer Zeit, um mit den Spielern zusammenzusitzen und noch ein Bierchen zu trinken. Die Mannschaft bedankt sich ausdrücklich bei Stefan für seine Zeit im «Eis».

Feinsti Chnobli: Moritz Dübi

Dass Moritz Dübi Fussball spielen kann, weiss man in Eschlikon: Mit einem direkten Eckballtor gegen Uzwil bewies der langjährige Angreifer, dass er ein Virtuose ist auf dem Herdern-Rasen. Auch in seinem letzten Spiel auf dem neuen Rasen stellte er sein können unter Beweis: So fein wie ein guter Chnobli, chippte Dübi den Ball per Aussenrist (!) in die Maschen. Ein passender Schlussstrich für die Clublegende. Nebst seinem Tor führte der Leistungsträger zudem die Mannschaft an und überzeugte mit vielen gelungenen Aktionen.

Meisterschaft 4. Liga: FC Eschlikon – FC Frauenfeld 2 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Moritz Dübi (Hamid Mirzakhani), 1:1 FC Frauenfeld, 1:2 FC Frauenfeld

Aufstellung: Nicolas Peter, Moritz Bosshart, Daniel Fuchs, Alain Schöpfer, Hamid Mirzakhani, Mike Müller, Bode Obwegeser, Kimo Ramsperger, Moritz Dübi, Marco Millhäusler, Julian Sigrist

Ersatzspieler: Florian Egli, Alessandro Weibel, Simon Künzler, Yannick Trüb, Raphael Bamert

Abwesend: Nicola Dietz, Axel Fürrutter, Rouven Kroh, Marco Künzler, Jaris Mettler, Pascal Millhäusler, Yves Schlegel

Trainer: Stefan Scherrer